Meine Schwester

 
Was man tief 
in seinem Herzen trägt,
kann man auch durch den 
Tod 
nicht verlieren


†  19.04.2014

..............vielleicht hilft es mir , wenn ich hier ein paar Zeilen schreibe.

 

Meine Schwester hat am Ostersamstag den Kampf gegen den Krebs verloren.

 

Es tut weh unendlich weh..........nein, weh tut es wenn ich mir den Fuß stoße. Dieses Gefühl ist fast nicht mit Worten auszudrücken.

Leere, Hilflosigkeit, Traurigkeit.......und ja, auch Wut. 

Warum gerade SIE. Das hat sie nicht verdient.

Sie war in den letzten Jahren meine Familie. Neben meinen Kindern und neben meinem Schatz.

Sie war ein herzensguter Mensch, hat mich so genommen wie ich war. Hat mich meine Fehler machen lassen und hat trotzdem immer  zu mir gehalten.

Mir werden ihre Anrufe fehlen.......sie hat sich immer mit "Kontrolle" am Telefon gemeldet.

Jetzt erschrecke ich wenn ein Anruf von ihrer Familie kommt und ich ihr Bild auf dem Handy sehe.

Aber ich kann mich nicht überwinden es zu löschen.

Dies ist so entgültig und für immer.

Ganz oft geht es mir durch den Kopf ob sie gewußt hat wie sehr ich sie liebe, ob sie gewußt hat wie wichtig sie mir war und immer sein wird.

 

Als wir noch klein waren hat sie immer meine Hand gehalten und ist mit mir mitgekommen wenn ich vor irgend etwas Angst hatte.

Jetzt hätte ich ihr gern ihre Hand gehalten und hätte ihr geholfen.............

Ich bin ihr so dankbar das sie immer für mich da war, auch wenn wir uns seit ich weggezogen bin, nicht mehr so oft gesehen haben.

 

Sie war ein so liebevoller Mensch und eine so liebevolle Mutter für ihre zwei Jungs. 

Dankbar bin ich vor allem auch meinem Schwager. 

Es ist bewundernswert  mit welcher Liebe und Kraft er für meine Schwester in den Jahren der Krankheit da war. Ich hoffe das sie das bis zum Schluß gespürt hat.

 

Sie wird uns in der Zukunft sehr fehlen aber bei allem was wir tun wird sie in unseren Herzen dabei sein.

 

 

 

 

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,

 

der ist nicht tot, der ist nur fern;

 

tot ist nur, wer vergessen wird.

 

 

Immanuel Kant